Höchste Beanspruchungen

Die Ansprüche an sämtliche Konstruktionswerkstoffe steigen beinahe täglich und erfordern ständig neue Eigenschaftsprofile. Die Charakteristika metallischer Werkstoffe werden wesentlich von der durchgeführten Wärmebehandlung bestimmt. Darunter versteht man einen Prozess, bei dem die Werkstücke in einem bestimmten Zeit-Temperatur-Verlauf erwärmt und wieder abgekühlt werden, um optimierte Eigenschaften zu erzielen. Durch diese thermischen bzw. thermochemischen Einwirkungen werden Gefügeveränderungen erreicht, die die Festigkeit, Zähigkeit, Zugfestigkeit, Zerspanbarkeit und die Homogenität des Metalls beeinflussen und somit verbesserte Werkstoffeigenschaften ermöglichen. Zudem wird die Lebensdauer der Bauteile und somit die Wirtschaftlichkeit erhöht.

Auf dem neuesten Stand der Technik

Pankl Racing Systems verfügt über eine der modernsten Wärmebehandlungsanlagen, die es am Markt gibt. Das modulare Vakuum-Wärmebehandlungssystem ist eine vollautomatische Anlage, die vielseitig einsetzbar ist. Sie verfügt über drei Behandlungskammern, unterstützt von einem Vorwärmofen.
Sämtliche thermischen bzw. thermochemischen Wärmebehandlungsprozesse können bei Temperaturen von bis zu 1200 °C simultan durchgeführt werden, wobei die Bauteile mit Abschreckgasen wie Stickstoff unter hohem Druck und mit hohen Strömungsgeschwindigkeiten gleichmäßig und prozesssicher gehärtet werden. Die Anlage ermöglicht eine Vielzahl an Wärmebehandlungsverfahren, die jeweils maßgeschneidert für die jeweiligen Bauteile bzw. Werkstoffe angewendet werden.


Vakuumhärten

Vakuumhärten ist ein effizientes und umweltfreundliches Härteverfahren für verzugsempfindliche, komplexe und anspruchsvolle Präzisionsbauteile, die über eine saubere und blanke Oberfläche verfügen müssen. Das Abschrecken erfolgt dabei mittels Gasstrom im Überdruck, der je nach den Anforderungen an die Bauteile variiert wird. 
Der Kunde kann zwischen verschiedenen Härtungsverfahren wählen: vom Vergüten über diverse Glühprozesse bis hin zum Lösungsglühen mit Auslagern. Prinzipiell können alle Werkstoffe behandelt werden, die für die Gasabschreckung geeignet sind. Immer stehen höchste Präzision, optimale Bauteiloberflächen, geringe Nacharbeit und engste Toleranzen im Vordergrund. 


Vakuumhärten (UDAK)

Eine spezielle Form des Vakuumhärtens und zugleich eines der innovativsten Wärmebehandlungsverfahren ist das Einsatzhärten im Vakuum (Unterdruckaufkohlung, UDAK). Dabei werden die Bauteile für die Randschichthärtung aufgekohlt und unter hohem Druck mit Stickstoff abgekühlt. Die Intensität der Abkühlung wird je nach Bauteilanforderung variiert. Dieser Prozess ist relativ schnell, in sehr engen Toleranzen und mit minimalem Bauteilverzug durchführbar. 


Nitrieren

Nitrieren (Aufsticken) ist ein weiteres modernes Wärmebehandlungsverfahren, das sich gegenüber klassischen Verfahren zur Härtesteigerung für rostfreie Stähle immer mehr durchsetzt. Im Gegensatz zum Einsatzhärten wird die Randzone des Werkstücks beim Nitrieren nicht mit Kohlenstoff angereichert, sondern mit Stickstoff, das in Verbindung mit Eisen bzw. anderen Legierungen extrem verschleißfeste Verbindungen bildet. Stickstoff als Legierungselement wirkt wie Kohlenstoff, wenn es um die Härtung von Stahl geht. Er wirkt wie Nickel, wenn es um die Stabilisierung des austenitischen Gefüges geht, und er steigert – wie Chrom und Molybdän – die Korrosionsbeständigkeit des Stahls. Pankl garantiert auch bei scharfen Kanten und Stegen sowie engen, tiefen Bohrungen bzw. Spalten allseitige und äußerst gleichmäßige Nitrierergebnisse. 


Carbonitrieren

Beim Carbonitrieren wird die Randschicht des Werkstücks gleichzeitig mit Kohlenstoff und Stickstoff angereichert. Dieses Verfahren wird in erster Linie bei niedrig legierten Baustählen angewendet, um deren Härte zu erhöhen. Bei höher legierten Einsatzstählen werden damit höhere Oberflächenhärten sowie eine höhere Anlassbeständigkeit erzielt.


Hochtemperatur Anlassen

Der Prozess des Hochtemperatur Anlassens wird bei Stählen eingesetzt, die eine gute Festigkeit und Härte aufweisen. Je höher die Anlasstemperatur gewählt wird, umso mehr kann die Zähigkeit eines Bauteils gesteigert werden. Dadurch lassen sich gezielt weitere mechanische Bauteileigenschaften wie z. B. die Zugfestigkeit verbessern. Die Kammern der Wärmebehandlungsanlage sind für diesen Vorgang mit einer Konvektionseinrichtung ausgestattet, die den Chargenraum mit molekularem Stickstoff (N2) flutet, der während des Anlassvorgangs mit einem Lüfter umgewälzt wird, um eine hohe Temperaturgleichmäßigkeit zu erreichen.


Tiefkühlen

Durch das Tiefkühlen können sowohl die Härte als auch die Maßhaltigkeit eines Bauteils gesteigert werden, die in vielen Fällen unverzichtbare Voraussetzungen für einwandfreies Funktionieren sind. Das Tiefkühlen dient der Umwandlung von Restaustenit in Martensit (hart) und verhindert eine schleichende Maßveränderung.

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